Ein Blick auf Schmerzen, Faszien, Hormone, Nervensystem & Versorgung

Schmerzen machen Angst.
Sie verunsichern, schränken ein und lassen viele Menschen an sich selbst zweifeln.

Warum tut mir etwas weh, obwohl nichts kaputt ist?
Warum kommen die Schmerzen immer wieder?
Warum hilft so vieles nur kurzfristig?

Als Schmerztherapeutin nach Liebscher & Bracht erlebe ich oft:
Schmerz ist selten Zufall.
Und in sehr vielen Fällen kein Schicksal, dem Du ausgeliefert bist.

Schmerz ist eine Botschaft.
Ein Hinweis darauf, dass Dein Körper aus dem Gleichgewicht geraten ist –
körperlich, nervlich, hormonell oder in der Versorgung

Was ist Schmerz wirklich ? 

Schmerz ist nicht automatisch Schaden.
Er entsteht im Nervensystem und wird vom Gehirn bewertet.

Das bedeutet:
Zwei Menschen können dieselbe körperliche Situation haben
und völlig unterschiedliche Schmerzen erleben.

Genau deshalb suchen so viele Menschen im Internet nach:

  • Schmerzen ohne Befund

  • chronische Schmerzen Ursachen

  • warum habe ich Schmerzen obwohl nichts kaputt ist

Die gute Nachricht:
Wenn Schmerz im Nervensystem entsteht, kann er auch dort beeinflusst werden.

Schmerz ist ein Warnsignal, kein Feind

Schmerz ist ein Schutzmechanismus.
Er will verhindern, dass Überlastung zu ernsthaften Schäden wird.

In der Arbeit nach Liebscher & Bracht wird Schmerz genau so verstanden:
als Warnsignal des Körpers nicht als Zeichen von Kaputtheit.

Das erklärt typische Anfragen wie:

  • Knieschmerzen beim Treppensteigen

  • Gelenkschmerzen ohne Befund

  • Sprunggelenk Schmerzen ohne Verletzung

Schmerz sagt oft nicht: Du bist kaputt.
Sondern: Bitte verändere etwas.

Fazien, das oft übersehene Schmerzorgan

Faszien sind ein fein vernetztes Bindegewebe, das Muskeln, Gelenke und Organe umhüllt.
Sie sind reich an Schmerz- und Spannungsrezeptoren.

Der Faszienforscher Robert Schleip beschreibt Faszien als aktives Sinnesorgan.

Sind sie:

  • dauerhaft unter Spannung

  • schlecht durchblutet

  • zu wenig bewegt

  • stoffwechselbelastet

können sie selbst zur Schmerzquelle werden.

Herz ♥ Mit Herz und Hirn

Schmerzen, Emotionen und innere Anspannung

Schmerz ist nicht nur körperlich.
Emotionen wie Druck, Überforderung, Sorgen oder ungelöste Spannungen wirken direkt auf Muskeltonus und Faszien.

Viele berichten:

  • Nackenschmerzen bei Stress

  • Rückenschmerzen bei Belastung

  • Schmerzen ohne klare Ursache

Das Nervensystem unterscheidet nicht zwischen körperlicher und emotionaler Bedrohung.
Beides kann Spannung erzeugen und damit Schmerz verstärken.

Hormone, Stress und Schmerzempfinden

Warum Schmerzen in bestimmten Lebensphasen zunehmen können

Viele Menschen  und ganz besonders Frauen  sagen mir in der Praxis Sätze wie:
„Früher hat mir das nichts ausgemacht.“
„Ich bewege mich doch eh, warum tut mir plötzlich alles weh?“
„Seit ein paar Jahren bin ich viel empfindlicher.“

Diese Wahrnehmung ist kein Zufall.
Sie ist Ausdruck eines fein abgestimmten Zusammenspiels zwischen Hormonen, Nervensystem und Stressverarbeitung.

Schmerz entsteht nicht nur im Körper, sondern im System

Schmerz wird im Nervensystem verarbeitet.
Und dieses Nervensystem reagiert äußerst sensibel auf hormonelle Veränderungen und auf Stress.

Hormone wirken dabei wie Regler:

  • sie beeinflussen, wie stark Reize wahrgenommen werden

  • sie verändern die Spannungsbereitschaft der Muskulatur

  • sie steuern Entzündungsprozesse

  • sie beeinflussen Schlaf, Regeneration und emotionale Stabilität

Wenn dieses Gleichgewicht ins Wanken gerät, sinkt oft die Schmerzschwelle.
Das bedeutet: Reize, die früher gut kompensiert wurden, werden plötzlich als schmerzhaft erlebt.

Stress als Verstärker von Schmerz

Stress ist einer der stärksten Einflussfaktoren auf die Schmerzempfindlichkeit.
Nicht nur akuter Stress, sondern vor allem chronischer, unterschwelliger Dauerstress.

Was dabei im Körper passiert:

  • Stresshormone wie Cortisol halten das Nervensystem in Alarmbereitschaft

  • Muskeln und Faszien bleiben länger angespannt

  • Regeneration wird gehemmt

  • Entzündungsprozesse können sich leichter festsetzen

Das Nervensystem lernt in diesem Zustand:
„Gefahr ist normal.“

Schmerz wird dadurch schneller ausgelöst und intensiver wahrgenommen auch ohne neue Verletzung.

Einige Menschen haben dann

  • Schmerzen durch Anspannung

  • Nackenschmerzen bei Stress

  • Rückenschmerzen ohne wirkliche Ursache

Hormonelle Veränderungen,  besonders bei Frauen

Hormonelle Schwankungen verändern nicht nur den Zyklus, sondern das gesamte Körpersystem.

Besonders relevant sind:

  • Östrogen

  • Progesteron

  • Cortisol

  • Melatonin

Wenn sich diese Hormone verändern, etwa:

  • in den Wechseljahren

  • bei Zyklusunregelmäßigkeiten

  • nach langen Stressphasen

  • bei Schlafmangel

kann das direkte Auswirkungen haben auf:

  • Muskelspannung

  • Gelenkempfinden

  • Entzündungsneigung

  • Schmerzverarbeitung im Gehirn

Viele Frauen berichten in dieser Zeit über:

  • Gelenkschmerzen ohne klare Ursache

  • diffuse Muskelschmerzen

  • Morgensteifigkeit

  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit

  • schlechtere Belastbarkeit

Diese Symptome sind keine Einbildung und kein Zeichen von Schwäche.
Sie sind Ausdruck eines Systems, das mehr Unterstützung braucht.

 

Schlaf, Hormone und Schmerz,  ein unterschätzter Zusammenhang

Schlaf ist einer der wichtigsten Schmerzregulatoren überhaupt.

Während des Schlafs:

  • regeneriert sich das Nervensystem

  • werden Stresshormone abgebaut

  • finden Reparaturprozesse im Gewebe statt

Hormonelle Veränderungen können den Schlaf empfindlich stören.
Und schlechter Schlaf wiederum erhöht:

  • die Schmerzempfindlichkeit

  • die Reizbarkeit des Nervensystems

  • die Muskelspannung

Ein Teufelskreis entsteht:

Weniger Schlaf → mehr Schmerz → mehr Stress → noch schlechterer Schlaf

Warum Schmerz in stressreichen Lebensphasen zunimmt

In Phasen hoher Verantwortung, emotionaler Belastung oder dauerhafter Anspannung reagiert der Körper oft mit Schutzmechanismen.

Dazu gehören:

  • erhöhte Muskelspannung

  • eingeschränkte Beweglichkeit

  • veränderte und flache Atmung

  • erhöhte Schmerzbereitschaft

Der Körper versucht nicht, Dich zu sabotieren.
Er versucht, Dich zu schützen.

Schmerz wird in diesem Kontext zu einer Grenzmarkierung:
„So wie bisher geht es nicht weiter“

Was Dein Körper in dieser Phase wirklich braucht

Gerade bei hormonell und stressbedingt erhöhter Schmerzempfindlichkeit braucht es:

  • weniger Druck

  • mehr Sicherheit

  • sanfte, regelmäßige Bewegung

  • Regulation des Nervensystems

  • ausreichende Versorgung

Nicht „noch mehr Disziplin“.
Nicht „Augen zu und durch“.
Sondern kluge, liebevolle Unterstützung.

Warum ganzheitliche Begleitung hier so wichtig ist

Wenn Schmerzen hormonell und stressbedingt verstärkt werden, greifen rein mechanische Ansätze oft gut aber nicht nachhaltig

Was hilft, ist ein Zusammenspiel aus:

  • Bewegung, die Sicherheit vermittelt

  • Atem und Rhythmus

  • Verständnis für den eigenen Körper

  • Unterstützung von Schlaf, Stressverarbeitung und Versorgung

Genau hier entsteht Selbstwirksamkeit:

„Ich verstehe, was in meinem Körper passiert  und ich kann etwas tun.“

Herz ♥ Mit Herz und Hirn

Wenn gut gemeinte Bewegung Schmerzen verstärkt

Bewegung ist wichtig aber nicht jede Bewegung hilft automatisch.

Einseitige, einseitige oder monotone Belastung, auch wenn sie gesund erscheint, kann:

  • Faszien weiter reizen

  • Schutzspannung verstärken

  • Schmerz aufrechterhalten

Deshalb haben viele 

  • trotz Sport und Bewegung,  Schmerzen

  • bei bestimmten Bewegungen Gelenkschmerzen

Faszien lieben:

  • Abwechslung

  • unterschiedliche Bewegungsrichtungen

  • Regelmäßigkeit statt Intensität

Herz ♥ Mit Herz und Hirn

Versorgung, was Dein Körper wirklich braucht 

Wenn das Gewebe übersäuert ist

Ein oft übersehener Faktor bei Schmerzen ist das biochemische Milieu im Gewebe.

Chronische, latente Übersäuerung kann entstehen durch:

  • Dauerstress

  • Schlafmangel

  • Bewegungsmangel

  • einseitige Bewegung

  • hormonelle Veränderungen

  • mineralstoffarme Ernährung

    Was passiert im übersäuerten Gewebe

    Ein übersäuertes Milieu kann:

    • Faszien unelastisch machen

    • Gleitfähigkeit reduzieren

    • Schmerzrezeptoren empfindlicher machen

    • Entzündungen verlängern

    Das erklärt:

    • Morgensteifigkeit

    • Schmerzen nach Ruhe

    • diffuse, wandernde Beschwerden

    Mineralstoffe, die stillen Helfer

    Der Körper nutzt Mineralstoffe zur Neutralisation von Säuren.

    Besonders wichtig in Kombination mit einer ganzheitlichen Versorgung:

    • Magnesium – für Muskeln & Nervensystem

    • Omega 3 – für Entzündungsbalance

    • Vitamin D – für Muskeln, Knochen & Hormone

      Warum Ernährung allein oft nicht reicht

      Auch bei bewusster Ernährung kann es zu Unterversorgung kommen:

      • ausgelaugte Böden

      • Stressbedingter Mehrbedarf

      • lange Belastungsphasen

      Sind Depots über Jahre leer, kann der Körper Entzündungen und Regeneration nicht mehr gut ausgleichen.

      Herz ♥ Mit Herz und Hirn

      Was wirklich hilft, ganzheitlich betrachtet

      Erfolgreiche Schmerzbegleitung verbindet:

      • Verstehen statt Angst

      • sanfte, vielfältige Bewegung

      • Regulation des Nervensystems

      • Unterstützung der Versorgung

      • Vertrauen & Zeit

      Nicht alles auf einmal.
      Aber konsequent und liebevoll.

      Viele Menschen wollen schnelle Lösungen.
      Doch Nervensystem, Faszien und Stoffwechsel brauchen Zeit.

      Geduld bedeutet nicht Stillstand.
      Geduld bedeutet dranbleiben ohne Druck.

      Das ist oft der entscheidende Wendepunkt in der Schmerzarbeit

      Geduld, ein unterschätzter Heilfaktor

      Viele Menschen wollen schnelle Lösungen.
      Doch Nervensystem, Faszien und Stoffwechsel brauchen Zeit.

      Geduld bedeutet nicht Stillstand.
      Geduld bedeutet dranbleiben ohne Druck.

      Das ist oft der entscheidende Wendepunkt in der Schmerzarbeit

      Mini Fahrplan für Deinen Alltag 

      • Schmerz beobachten, nicht bewerten

      • täglich sanfte Bewegung

      • Faszien regelmäßig pflegen

      • Schlaf & Pausen ernst nehmen

      • Nährstoffversorgung im Blick behalten

      Herz ♥ Mit Herz und Hirn

      Behalte bitte im Hinterkopf

      Schmerz ist keine Schwäche.
      Er ist eine Botschaft Deines Körpers.

      Und Botschaften kann man verstehen 🌿

      Wenn Du Begleitung möchtest, melde Dich gerne bei mir.

      Herz ♥ Mit Herz und Hirn

      Ich bin Laila Ragab, in meiner Praxis der Kunstwerkstatt fürs
      Herz 💖 und Hirn, dreht sich alles um Stressmanagement, Yoga (Gesundheitsyoga & Hormonyoga)

      Vielleicht hat Dich dieser Artikel berührt oder etwas in Dir angestoßen.
      Wenn Fragen entstehen oder Du Dir Begleitung auf Deinem Weg wünschst, melde Dich gerne bei mir.

      Ich begleite Dich dabei, Veränderung sanft, alltagstauglich und ohne Druck umzusetzen.
      Du musst Deinen Weg nicht alleine gehen.

      👉 Kontaktiere mich gerne, ich bin für Dich da.

      Sonnige Grüße
      Laila 💛

      kostenloses Erstgespräch vereinbaren, ich freue mich auf Dich.