Ankommen, erden und neue Stabilität finden ❤️
Der September ist für viele ein Monat des Übergangs. Der Sommer geht langsam zu Ende, der Urlaub ist vorbei, die Schule beginnt wieder und der Alltag nimmt Fahrt auf. Termine, Verpflichtungen und Routinen kehren zurück.
Gerade jetzt kann es guttun, sich zwischendurch ganz bewusst zu erden, innezuhalten und wieder bei sich selbst anzukommen.
Eine kleine Übung aus der Yogatradition, die uns dabei begleiten kann, ist das Prithvi Mudra.
Was ist eigentlich ein Mudra?
Das Wort Mudra stammt aus dem Sanskrit und wird meist mit „Geste“, „Zeichen“ oder „Siegel“ übersetzt.
Mudras haben eine lange Tradition in den indischen Yoga-, Meditations- und spirituellen Traditionen. Dabei gibt es nicht nur Handgesten – auch Körperhaltungen können als Mudras bezeichnet werden. Besonders bekannt sind heute jedoch die Hasta Mudras, also Gesten, die mit Händen und Fingern ausgeführt werden.
Sie werden häufig mit Meditation, Atemübungen oder einer Yogapraxis verbunden.
Prithvi Mudra – das Mudra der Erde
Sanskrit: पृथ्वी मुद्रा
Prithvi: Erde, Erd-Element
Mudra: Geste, Zeichen oder Siegel
👉 Aussprache: ungefähr „Prit-wi Mudra“
Das „th“ wird dabei nicht wie das englische „th“ gesprochen, sondern als behauchtes „t“.
Prithvi Mudra bedeutet damit sinngemäß „Geste der Erde“ oder „Siegel der Erde“.
In der traditionellen Lehre von den fünf Elementen steht Prithvi – die Erde – für Festigkeit, Stabilität, Beständigkeit und Verwurzelung.
So übst Du das Prithvi Mudra
Die Übung ist wunderbar unkompliziert:
Lege die Spitze des Ringfingers sanft an die Spitze des Daumens. Die übrigen drei Finger bleiben entspannt ausgestreckt.
Übe das Mudra mit beiden Händen.
Du kannst dabei bequem sitzen, die Hände auf Deinen Oberschenkeln ablegen, die Augen schließen und Deinen Atem ruhig kommen und gehen lassen.
Es braucht dabei keinen Druck. Die Fingerspitzen berühren sich ganz leicht.
Welche Bedeutung hat das Prithvi Mudra?
Nach der traditionellen Lehre werden die fünf Finger den fünf Elementen zugeordnet. Der Ringfinger steht für das Element Erde, der Daumen für das Element Feuer. Beim Prithvi Mudra werden Ringfinger und Daumen miteinander verbunden.
Dem Erdelement werden Eigenschaften wie Stabilität, Ruhe, Festigkeit und Beständigkeit zugeschrieben.
Deshalb wird das Prithvi Mudra traditionell besonders dann eingesetzt, wenn wir uns nach mehr Erdung, innerer Stabilität und Ruhe sehnen.
Wichtig dabei: Solche Wirkungen stammen aus der traditionellen Yoga- und Ayurveda-Lehre. Ein Mudra ist keine medizinische Behandlung und die spezifischen gesundheitlichen Wirkungen, die Mudras teilweise zugeschrieben werden, sind wissenschaftlich nicht ausreichend belegt.
Was wir aber sehr wohl tun können: Die Geste mit bewusstem Atmen, Aufmerksamkeit und einer kleinen Pause verbinden.
Und manchmal sind genau diese wenigen Minuten das, was im Alltag fehlt.
Wann kann ich Prithvi Mudra im Alltag einsetzen?
Eigentlich fast überall. ❤️
Zum Beispiel morgens, bevor der Tag beginnt, nach einem hektischen Arbeitstag, während einer kurzen Pause, vor einer Meditation oder Yogastunde oder abends, wenn Du den Tag bewusst loslassen möchtest.
Du brauchst dafür keine Yogamatte und keine besondere Kleidung.
Setz Dich für einige Minuten bequem hin. Forme mit beiden Händen das Prithvi Mudra. Schließe – wenn es für Dich angenehm ist – Deine Augen.
Spüre Deinen Atem.
Spüre den Boden unter Deinen Füßen oder Deinen Sitzplatz unter Dir.
Und vielleicht verbindest Du die Übung mit einem einfachen Gedanken:
„Ich bin hier. Ich bin getragen. Ich darf ankommen.“ ❤️
Gerade im September, wenn nach der Leichtigkeit des Sommers wieder so vieles gleichzeitig beginnen möchte, kann eine solche kleine Pause daran erinnern:
Nicht alles muss sofort geschehen. Erst einmal ankommen. Dann geht es weiter.
Mit Herz & Hirn ❤️
Ich bin Laila Ragab, in meiner Praxis der Kunstwerkstatt fürs Herz 💖 und Hirn, dreht sich alles um Stressmanagement, Yoga (Gesundheitsyoga & Hormonyoga)
und Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht für ein schmerzfreies Leben in Balance.
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