Und was Körper, Nervensystem, Gewohnheiten, Selbstwert und unser inneres WARUM damit zu tun haben
Vielleicht kennst Du diesen Moment: Du hast Dir etwas vorgenommen. Vielleicht sogar mit viel Hoffnung.
Mehr Ruhe. Mehr Bewegung. Weniger Stress. Ein besserer Schlaf. Eine neue Routine, die Dir gut tun soll.
Und dann kommt der Alltag.
Nicht laut. Nicht dramatisch. Aber konstant.
Und plötzlich wird aus dem guten Vorsatz ein inneres Ringen.
Statt Motivation spürst Du Widerstand.
Statt Leichtigkeit tauchen Zweifel auf.
Und irgendwann entsteht die Frage:
Warum fällt uns Veränderung so schwer?
Wenn Du Dich hier wiedererkennst, dann möchte ich Dir etwas Wichtiges sagen:
👉 Du bist nicht falsch.
👉 Du bist nicht undiszipliniert.
👉 Und Du bist damit nicht allein.
Als Gesundheitsexpertin sehe ich jeden Winter und besonders im Jänner, wie viele Menschen sich Veränderung wünschen und gleichzeitig merken, wie schwer sie umzusetzen ist. Genau deshalb lohnt sich ein tieferer Blick: nicht um Dich zu analysieren, sondern um Dich zu entlasten. Denn sobald wir verstehen, was in uns passiert, wird Veränderung leichter. Nicht sofort. Aber Schritt für Schritt.
Veränderung ist für unser System zuerst einmal Stress
Unser Nervensystem liebt Verlässlichkeit.
Es mag vorhersehbare Abläufe. Wiederholung. Sicherheit.
Veränderung bedeutet: etwas wird neu. Etwas wird anders. Etwas ist nicht mehr automatisch.
Und genau das kostet Energie.
Warum Ankommen & Veränderung oft schwerer ist als Loslassen
Loslassen passiert manchmal wie von selbst.
Ankommen braucht mehr:
-
wieder funktionieren
-
Entscheidungen treffen
-
Verantwortung tragen
-
Erwartungen spüren
Gerade nach Pausen, Umbrüchen oder belastenden Phasen kann sich der Alltag anfühlen wie eine zu enge Jacke. Nicht weil Du schwach bist, sondern weil Dein System erst wieder „einsortieren“ muss.
Ausstiegsszenario:
Wenn Du merkst, dass Dein Körper noch nicht mitkommt, dann ist das ein Signal, den Alltag nicht sofort voll hochzufahren. Hilfreich kann sein:
-
ein ruhiger Morgenstart ohne Handy die ersten 10 Minuten
-
zwei bewusste Atemzüge vor dem nächsten Termin
-
ein kurzer Spaziergang zwischen zwei Aufgaben
-
eine Mini Pause mit Tee und Blick aus dem Fenster
👉 Nicht alles auf einmal. Erst ankommen, dann gestalten.
Gewohnheiten sind wie Autobahnen und das ist grundsätzlich gut so
Gewohnheiten haben oft einen schlechten Ruf. Dabei sind liebgewonnene Gewohnheiten etwas sehr Sinnvolles.
Sie:
-
erleichtern unseren Alltag
-
sparen Energie
-
geben Sicherheit
-
schaffen Orientierung
-
verbinden uns mit anderen Menschen
Wenn wir uns jeden Tag neu überlegen müssten, wie wir Zähne putzen, Kaffee machen oder unseren Tag organisieren, wäre das sehr anstrengend.
Wann Gewohnheiten hinterfragt werden dürfen
Unsere Bedürfnisse verändern sich im Laufe der Jahre.
Was Dir früher gutgetan hat, passt heute vielleicht nicht mehr.
Ein Beispiel:
Vielleicht war es früher normal, spät zu essen, wenig zu schlafen oder ständig über Grenzen zu gehen. Heute reagiert Dein Körper darauf mit Verspannung, Müdigkeit oder innerer Unruhe. Dann darf eine Gewohnheit, die einmal „normal“ war, sanft angepasst werden.
Warum wir trotzdem immer wieder in alte Muster zurückfallen
Gewohnheiten sind wie Autobahnen:
-
breit
-
vertraut
-
automatisch
Neue Wege sind oft nur schmale Nebenfahrbahnen. Sie fühlen sich ungewohnt an. Der Kopf muss mehr arbeiten. Und genau deshalb greifen wir wieder zur Autobahn zurück.
👉 Nicht weil wir bequem sind.
👉 Sondern weil alte Muster Sicherheit und Schutz geben.
Ausstiegsszenario:
Wenn Du etwas verändern willst, dann arbeite nicht gegen Deine Routinen, sondern mit ihnen Koppel Neues an Bekanntes:
-
nach dem Zähneputzen 30 Sekunden Dehnung
-
beim Kaffeekochen 3 tiefe Atemzüge
-
nach dem Heimkommen 2 Minuten hinsetzen statt sofort weiterlaufen
-
vor dem Schlafen 1 Minute Hand aufs Herz und langsam ausatmen
So muss Dein Kopf nichts Neues „organisieren“ und Dein Körper fühlt sich sicher.
Warum Veränderung oft scheitert und es nicht an Dir liegt
Viele Menschen glauben, Veränderung scheitere an Disziplin.
In Wahrheit scheitert sie oft am Erwartungsdruck.
Das Problem sind nicht die Ziele
Die Ziele selbst sind meist sinnvoll.
Was uns bremst, ist:
-
zu schnell
-
zu viel
-
zu perfekt
-
alles auf einmal
Ein Beispiel:
Ich kann nicht beschließen, einen Marathon zu laufen, wenn ich aktuell noch nicht einmal regelmäßig spazieren gehe oder mich bewege. Nicht weil mir etwas fehlt, sondern weil Entwicklung Zeit braucht.
Veränderung muss stimmig sein. Kopf, Bauchgefühl und Alltag müssen mitgehen.
Wenn Stress leise am Selbstwert rüttelt
Jede nicht eingehaltene Veränderung wird innerlich oft als persönliches Scheitern gespeichert.
Aber die eine oder andere schon und vor allem wenn es sich häuft. Nicht laut. Aber wirksam.
Stress senkt das Vertrauen in uns selbst und genau das macht Veränderung noch schwerer.
Ausstiegsszenario:
Wechsle die Frage.
Nicht: Warum schaffe ich das nicht?
Sondern:
-
Was war für mich gerade realistisch?
-
Was war heute möglich?
-
Was war ein kleiner Erfolg?
- passe nicht Dein Ziel an, sondern die Etappen
Auch ein Spaziergang statt gar keine Bewegung ist ein Erfolg.
Auch ein Glas Wasser mehr am Tag ist ein Erfolg.
Auch ein Nein zu einer zusätzlichen Verpflichtung ist ein Erfolg.
Sanfte Affirmation:
Ich darf lernen. Ich muss nicht perfekt sein, um wertvoll zu sein.
Warum wir Veränderung oft zu rational denken
Viele Menschen wissen genau, was ihnen guttun würde.
Und trotzdem klappt es nicht.
Warum?
Weil Veränderung nicht nur im Kopf passiert.
Unser Verhalten wird beeinflusst von:
-
Emotionen
-
Körperempfinden
-
Stresslevel
-
Schlafqualität
-
hormoneller Balance
Veränderung braucht emotionale Zustimmung. Nicht nur logische Einsicht.
Ausstiegsszenario:
Frage nicht nur Deinen Kopf, sondern auch Deinen Körper:
-
Was fühlt sich heute unterstützend an?
-
Was wäre jetzt ein freundlicher nächster Schritt?
Manchmal ist der nächste Schritt kein Plan, sondern ein Atemzug.
Sanfte Affirmation:
Ich darf meinem Körper zuhören. Er weiß oft früher, was gut für mich ist.
Dein Warum ist die Zugkraft jeder Veränderung
Bevor wir etwas verändern, lohnt sich eine ehrliche Frage:
Warum will ich das eigentlich?
Dieses Warum ist:
-
höchstpersönlich
-
emotional
-
individuell
-
kaum vergleichbar
Zehn Menschen können dasselbe Ziel haben, etwa Gewicht zu reduzieren. Doch die Beweggründe sind verschieden.
Gesundheit, Lebensqualität, Anerkennung, Angst vor Krankheit, der Wunsch nach Beweglichkeit, der Wunsch nach mehr Selbstvertrauen.
Je tiefer Dein Warum, desto stabiler Dein Dranbleiben.
Ziele ohne inneren Sinn erzeugen Druck
Wenn ein Ziel nicht mit Deinen Werten verbunden ist, entsteht Druck statt Motivation. Dann fühlt es sich an wie ein Muss.
Ausstiegsszenario:
Frag Dich:
-
Wofür möchte ich das?
-
Was ist mir wirklich wichtig?
-
Welcher Wert steckt dahinter?
Oft liegt dort die eigentliche Kraft.
Sanfte Affirmation:
Mein Warum führt mich.
Ich darf mir Zeit lassen.
Kleine Schritte verändern mehr als große Vorsätze
Gerade zum Jahresbeginn sind Vorsätze oft groß. Und genau deshalb scheitern sie im Alltag.
Neue Routinen dürfen:
-
klein sein
-
realistisch sein
-
an bestehende Rituale gekoppelt werden
Ein konkretes Beispiel
„Ich meditiere ab jetzt jeden Tag 20 Minuten.“
Klingt gut. Ist aber oft unrealistisch.
Sanfter und nachhaltiger:
-
5 Minuten
-
3 bis 4 Mal pro Woche
-
gekoppelt an etwas Bekanntes
zum Beispiel nach dem Zähneputzen,
am Abend nach der Abendroute beim Kerzenlicht oder mit einer kurzen geführten Meditation.
So entsteht Spielraum statt Druck und Beständigkeit statt Perfektion.
Sanfte Affirmation:
Jeder kleine Schritt zählt. Auch heute.
Stresshormone und Motivation sind ein sensibles Zusammenspiel
Jeder innere Druck erzeugt Stress.
Stress erzeugt Anspannung.
Und Anspannung macht aus einem „Ich darf“ ein „Ich muss“.
Motivation entsteht nicht durch Zwang, sondern durch positive Erfahrung. Oft folgt Motivation dem Handeln und nicht umgekehrt.
Ausstiegsszenario:
Ersetze innerlich „Ich muss“ durch „Ich darf“.
Dieser kleine Satzwechsel verändert die innere Haltung spürbar.
Der innere Kritiker wird im Jänner oft besonders laut
Gerade am Anfang des Jahres meldet sich bei vielen Menschen eine strenge innere Stimme:
-
Jetzt müsstest Du doch
-
Andere schaffen das auch
-
Warum bekommst Du das nicht hin
Diese Stimme erhöht Druck und blockiert Veränderung.
Ausstiegsszenario:
Behandle diese Stimme wie einen übervorsichtigen Begleiter. Höre sie, aber lass sie nicht entscheiden.
Frag Dich:
-
Was würde ich einer guten Freundin sagen?
-
Was wäre jetzt freundlich und realistisch?
Sanfte Affirmation:
Ich darf freundlich mit mir sprechen. Auch wenn es nicht perfekt läuft.
Rituale statt Regeln
Regeln sind starr.
Rituale sind lebendig.
Regeln erzeugen Druck.
Rituale geben Orientierung.
Nicht: Ich muss jeden Tag meditieren.
Sondern: Ich schenke mir regelmäßig einen Moment der Stille.
Bewegung als Anker im Alltag
Alleine fällt Veränderung oft schwer. Fixe Zeiten und Gruppen erleichtern das Dranbleiben.
Sanfte Bewegungsformen wie Gesundheitsyoga oder begleitete Liebscher & Bracht Bewegungskurse können helfen, neue Routinen liebevoll zu stabilisieren und den Körper mitzunehmen.
Wenn Du merkst, dass es alleine nicht leicht ist, darf Unterstützung genau das sein, was es einfacher macht.
Jeder innere Druck erzeugt Stress.
Stress erzeugt Anspannung.
Und Anspannung macht aus einem „Ich darf“ ein „Ich muss“.
Motivation entsteht nicht durch Zwang, sondern durch positive Erfahrung. Oft folgt Motivation dem Handeln und nicht umgekehrt.
Ausstiegsszenario:
Ersetze innerlich „Ich muss“ durch „Ich darf“.
Dieser kleine Satzwechsel verändert die innere Haltung spürbar.
Energie und Nährstoffe sind die Basis
Veränderung braucht Energie. Wenn wir erschöpft sind, fehlt die Kraft für Neues.
Deshalb ist es wichtig, gut für Dich zu sorgen:
-
regelmäßig essen
-
ausreichend schlafen
-
Pausen einbauen
Nicht als Optimierung, sondern als Grundlage.
Ausstiegsszenario:
Bevor Du Dich antreibst, frag Dich:
-
Habe ich genug gegessen?
-
Habe ich genug geschlafen?
-
Habe ich heute schon geatmet, statt nur funktioniert?
Der Jahresbeginn ist kein Sprint sondern ein Übergang
Der Beginn eines neuen Jahres lädt nicht dazu ein, alles neu zu machen.
Er lädt dazu ein, anzukommen. Zu sortieren. Um nachzujustieren.
Kleine Schritte, aber die regelmäßig gegangen, reichen meist völlig aus.
Sanfte Einladung zur Selbstreflexion
Vielleicht magst Du Dir einen Moment Zeit nehmen und Dich fragen:
-
Welche Veränderung wünsche ich mir gerade wirklich?
-
Warum ist mir diese Veränderung wichtig?
-
Was würde mir im Alltag Erleichterung bringen?
-
Gibt es etwas, das gerade zu viel ist?
-
Was darf stattdessen sein?
-
Was ist ein kleiner Schritt, den ich heute umsetzen kann?
Fazit
Veränderung ist kein Zeichen dafür, dass mit Dir etwas nicht stimmt.
Veränderung ist ein Zeichen dafür, dass Du Dich ernst nimmst.
Zurück in Deinen Rhythmus zu finden bedeutet nicht, wieder genauso zu werden wie davor.
Es bedeutet, bewusster weiterzugehen. Mit kleinen Schritten. Mit Spielraum. Mit echter Selbstfürsorge und einem wachen Geist.
Wenn Dein Warum klar wird, gehe Schritt für Schritt.
Und mit jedem Schritt wächst die Veränderung.
Und mit jeder von Dir initiierenVeränderung wächst Dein Selbstvertrauen.
Ich bin Laila Ragab, in meiner Praxis der Kunstwerkstatt fürs
Herz 💖 und Hirn, dreht sich alles um Stressmanagement, Yoga (Gesundheitsyoga & Hormonyoga)
Vielleicht hat Dich dieser Artikel berührt oder etwas in Dir angestoßen.
Wenn Fragen entstehen oder Du Dir Begleitung auf Deinem Weg wünschst, melde Dich gerne bei mir.
Ich begleite Dich dabei, Veränderung sanft, alltagstauglich und ohne Druck umzusetzen.
Du musst Deinen Weg nicht alleine gehen.
👉 Kontaktiere mich gerne, ich bin für Dich da.
Sonnige Grüße
Laila 💛
kostenloses Erstgespräch vereinbaren, ich freue mich auf Dich.
